
15.11.2009
ausgeschlafen und neugierig fahren wir zum frühstücken hinunter nach port elizabeth und frisch gestärkt bummeln wir das erste mal durch dieses städtchen und besorgen alle erforderlichen lebensmittel und getränke für die ersten tage. den nachmittag verbringen wir faul auf der terrasse und am pool und ich beginne damit, dieses reisetagebuch zu schreiben und dazu gehört natürlich auch ein bisschen etwas von der geschichte dieses eilandes zu dokumentieren und dank google , wikipedia und meines reiseführers habe ich folgendes zusammengefasst:

bequia:
die nur 18 quadratkilometer kleine, relativ unbekannte karibikinsel bequia zieht mit ihren traumhaften strandszenerien, den zerklüfteten, mit einem dichten, tropischen urwald überzogenen berghängen und den offenen, herzlichen menschen jeden besucher in ihren bann. dem zauber der kleinen grenadineninsel – die einheimischen sprechen den namen der insel überraschender weise wie das englische „backway“ ohne „y“ aus – kann sich kaum ein besucher entziehen

der haupthafen port elizabeth, in der admirality bay gelegen, ist gleichzeitig mit seinen rund 840 einwohnern auch der hauptort der insel. an der uferpromenade port elizabeths spielt sich der alltag bequias ab. man trifft auf einheimische, skipper, musiker aus aller herren länder und einige normaltouristen. in den traumbuchten wie der admiralitiy bay, des princess margaret beach, der lower bay, der industry bay, der friendship bay u. a. gehen die luxusyachten der schönen und reichen dieser welt vor anker. wer sich an den rändern der buchten bequias dem schnorchelvergnügen hingibt, entdeckt eine bunte unterwasserwelt aus korallen, diversen karibik-fischen, tintenfischen und muscheln.

zweimal im jahr rückt bequia ins licht der öffentlichkeit. ende märz, wenn die „easter regatta“ stattfindet, schippert hinz und kunz nach bequia. eine flotte von mehr als 30 traditionellen, über 12 meter langen karibikbooten bieten ein spektakel der superlative, das sogar seinen weg in die weltpresse geschafft hat. dem folgt das nicht minder bekannte „bequia music festival„, bei dem internationale jazzgrößen ihr stelldichein geben.

wer allerdings echtes halligalli à la ballermann & co erwartet ist auf dieser grenadinden-insel falsch. trotz des vibrierenden karibikflairs und des temperaments der einheimischen findet man als tourist in bequia die perfekte insel zur erholung.
bequia liegt weit südlich ausserhalb der hurricanezone und bietet daher ein risikofreies ziel sogar im sommer oder frühherbst. bevor es im jahre 1979 mitglied im britischen commonwealth wurde war bequia regiert mal von england, mal von frankreich. der lokale patois gibt lebendiges zeugnis von dieser wechselhaften geschichte.

das leben in bequia zirkuliert heute wie je um das meer. obwohl der bau prächtiger schooner, einst bequia’s stolz und haupteinkommensquelle, zur vergangenheit gehört, kann man noch heute schmucken bequia-gebauten segel-und fischerbooten in port elizabeth begegnen. die lokal handgeschnitzten bootsmodelle sind einzigartig in ihrer eleganz und naturtreue. kaum jemand kennt sie, und doch hat sich die kleine karibikinsel bequia zu einem geheimtipp unter seglern und weltenbummlern gemausert. bequia bedeutet in der sprache der ureinwohner, den arawak, „insel der wolken“. die arawak wurden später von den karibikindianern verdrängt. erste erwähnung erfuhr das eiland in einer von 1631 datierten und in amsterdam hergestellten karte und war somit noch vor dem nur 15 km nördlich gelegenen st. vincent bekannt.

zwischen dem 16. und 18. jahrhundert wechselten einander spanier, holländer, franzosen und engländer als kolonialmächte ab. 1675 sank vor der küste bequias das holländische sklavenschiff palmira. die afrikanischen sklaven flüchteten sich an land, versteckten sich bei den karibenstämmen im norden und vermischten sich mit ihnen zu den so genannten black caribs. im ausgehenden 18. jahrhundert versuchten etliche wirtschaftsflüchtlinge aus europa auf bequia ihr glück.

die inselbewohner ernähren sich seit jeher vom fischfang. ebenso gehören bootsbau und kunsthandwerk zu den haupteinnahmequellen der insulaner. landwirtschaftlich gibt bequia wegen seiner zerklüfteten topografie wenig her, auch ist der boden nicht so fruchtbar wie auf st. vincent. die einstigen kolonialherren versuchten sich wenig erfolgreich im anbau von zuckerrohr, baumwolle, indigo und limonen. ende des 19. jahrhunderts begann mit dem schottischen neuzugang william wallace die unrühmliche geschichte des walfangs auf bequia, eine epoche, auf die die einheimischen leider gottes selbst heute noch stolz sind. im jahr 2002 wurde der letzte wal vor der insel erlegt. nur zögerlich beginnt der tourismus auf bequia fuß zu fassen. wenn sich auf bequia einmal mehr als 100 touristen befinden, so wird hier von hochsaison geredet!
am abend fahren wir dann in die friendship bay ins „moskito“ ein restaurant mit bar (in der es keine barhocker sondern schaukeln gibt) in dem wir vorzüglich schlemmen. danach noch ein kühles getränk auf unserer terrasse, ein bisserl planschen im pool und danach süße träume in unseren betten.
